Die Bioverfügbarkeit von CBD ist unterschiedlich abhängig von seiner Anwendungsweise
b

Bioverfügbarkeit

CBD & Hanf Glossar | 03.02.2022

Immer wenn wir beispielsweise eine Tablette oder eine Kapsel zu uns nehmen, enthält diese eine exakt definierte Menge eines Wirkstoffs. Dieser gelangt in der Regel jedoch nicht in vollständiger Dosis in unseren Blutkreislauf. Einige Wirkstoffe werden nur teilweise aus dem Darm aufgenommen, andere werden bereits bei der ersten Leberpassage metabolisiert und wiederum andere werden aus der Tablette beispielsweise gar nicht vollständig freigesetzt. Die Bioverfügbarkeit bezeichnet den Teil der Dosis, welcher letztendlich den Blutkreislauf erreicht.

Bioverfügbarkeit erklärt

Bioverfügbarkeit ist ein Begriff aus der Pharmakologie, der einen prozentualen Anteil eines Wirkstoffs beschreibt, der unverändert dem systemischen Kreislauf zur Verfügung steht. Es handelt sich bei diesem Begriff also um eine Messgröße, die bestimmt, wie schnell und in was für einem Umfang ein Wirkstoff oder Arzneimittel resorbiert wird und am Ort des Wirkens zur Verfügung steht. Die Bioverfügbarkeit hängt dabei von der Art des Wirkstoffs sowie von der Resorptionsgeschwindigkeit und- quote des Stoffes ab. Wichtig ist die Messgröße beispielsweise für den Vergleich von Arzneimitteln - denn selbst wenn Arzneimittel einen identischen Wirkstoff haben, wird nicht unbedingt eine identische Wirkung erzielt.

Die Verbindung von CBD/Hanf zu Bioverfügbarkeit

CBD kann unterschiedlich angewandt werden und gelangt somit auf unterschiedliche Art und Weise in den Blutkreislauf. Bei jeder dieser unterschiedlichen Applikationsformen hat Cannabis daher eine andere Bioverfügbarkeit. Um bei CBD eine 100%ige Bioverfügbarkeit zu erreichen, müsste man es theoretisch intravenös verabreichen. Dies ist jedoch absolut nicht ratsam und nicht realistisch. Darüber hinaus geht eine höhere Bioverfügbarkeit nicht unbedingt mit einer höheren Wirksamkeit einher. Dennoch fragst Du dich vielleicht, bei welcher Anwendung die Bioverfügbarkeit von CBD am höchsten ist.

Insgesamt lässt sich sagen, dass bei der sublingualen Anwendung von CBD durch Sprays, Konzentrate oder Tinkturen, der Wirkstoff am schnellsten den Blutkreislauf erreicht. Dies liegt vor allem daran, dass das CBD direkt über die Schleimhäute wirkt.

Neben der Methode der sublingualen Anwendung ist außerdem das Dampfen von CBD-Blüten mit einem Vaporizer sehr effizient. Zwar geht der Wirkstoff mit dieser Methode nicht ganz so schnell in das Blut über, aber immerhin noch deutlich schneller, als beim oralen Konsum von Esswaren beispielsweise. Außerdem ist die Wirkung beim Verdampfen deutlich stärker, trotz der etwas niedrigeren Bioverfügbarkeit (50-60%). Klingt das für dich interessant? Wir bieten seit Neuestem ein CBD Vape Starterkit zum ausprobieren.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet die topische Anwendung. Bei der topischen Anwendung von CBD wird zum Beispiel mit Cremes, Lotionen und Seren gearbeitet, um die Wirkung des Stoffes lokal zu erfahren. Das Cannabidiol kann bei dieser Anwendungsform direkt über die Haut absorbiert werden. Diese übernimmt hier die Aufgabe einer molekularen Passage, worüber der Körper Inhaltsstoffe aufnehmen und anschließend über die Hautzellmembran transportieren kann. Die Bioverfügbarkeit bei der lokalen Anwendung ist zwar geringer, als bei der sublingualen oder inhalierten Anwendung, jedoch kann das CBD direkt auf lokaler Ebene seine volle Effekt entfalten. Falls du diese Art der Anwendung mal ausprobieren möchtest, schaue dich gerne bei unserer CBD & Hanf Kosmetik um.


Die Geschichte von Bioverfügbarkeit

Noch immer ist die Bioverfügbarkeit von Arzneimitteln und verschiedenen Wirkstoffen ein sehr komplexes und noch nicht abgeschlossenes Thema in der Forschung. Momentan wird der Prozess der Bioverfügbarkeit vor allem an Tieren und dem menschlichen Organismus im Rahmen von Interventionsstudien untersucht. Der Einfluss äußerer Faktoren, wie beispielsweise neue und innovative Verfahren in der Lebensmitteltechnologie werden dabei stets berücksichtigt.

Gut zu wissen über Bioverfügbarkeit

Falls man die Bioverfügbarkeit in seinem Körper aktiv beeinflussen möchte, gibt es einige Faktoren, die berücksichtigt werden sollten. So kann beispielsweise der Konsum von Alkohol oder die zusätzliche Einnahme von Medikamenten die Bioverfügbarkeit negativ beeinflussen. Ebenso ist die körperliche Aktivität, das Stresslevel, Vorerkrankungen (vor allem bezüglich der Darmflora) und der genetische Phänotyp ausschlaggebend. Sogar das Alter und das Geschlecht können einen Einfluss auf die Bioverfügbarkeit haben.