Wenn freien Radikale und Antioxidantien nicht im Einklang sind, kann das gesundheitliche Folgen mit sich ziehen
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Freie Radikale

CBD & Hanf Glossar | 02.05.2022

Bei Freien Radikalen handelt es sich um Moleküle, die ein ungepaartes Elektron aufweisen und somit äußerst reaktionsfreudig sind. Um das ungepaarte Elektron zu “paaren”, versuchen die freien Radikale ein weiteres Elektron von möglichen Reaktionspartnern zu “stehlen”, damit sie eine bessere chemische Stabilität erreichen. Dieser gesamte Vorgang nennt sich Oxidation. Der Prozess endet jedoch nicht an dieser Stelle, denn durch das weggenommene Elektron bleibt ein anderes Molekül übrig, welches zu einem freien Radikal geworden ist. Dieser Vorgang wiederholt sich also immer wieder und kann eine Kettenreaktion auslösen. Als Folge können Stoffwechselvorgänge gestört werden, wenn der Körper es nicht von alleine schafft, die Anzahl von freien Radikalen zu korrigieren.

Freie Radikale erklärt

Ein gewisses Maß an freien Radikalen ist im Körper immer zu finden. Sie entstehen beispielsweise auch während des Atmens. Freie Radikale sind also erstmal keine Bedrohung, sondern der Normalfall. Gesundheitsschädlich wird es erst dann, wenn durch äußere Umwelteinflüsse über einen längeren Zeitraum hinweg immer mehr freie Radikale entstehen und der Körper sie alleine nicht mehr in ein Gleichgewicht bringen kann. Du fragst dich, welche Umwelteinflüsse zur Vermehrung der freien Radikale beitragen können? Hier eine kleine Übersicht:

  • Körperlicher und psychischer Stress
  • UV-Strahlung
  • Alkohol, Drogen und Zigarettenrauch
  • Umweltgifte & Abgase
  • Chemikalien

Gibt es im Körper über einen längeren Zeitraum zu viele freien Radikale, kann der Körper dies nicht mehr alleine regulieren. So entsteht oxidativer Stress. Oxidativer Stress kann wiederum ernstzunehmende Krankheiten begünstigen. Wie Du das am besten vorbeugen kannst, erfährst Du hier.

Die Verbindung von CBD/Hanf zu Freie Radikale

Um die vielen freien Radikale im Körper regulieren zu können, braucht man ein Gegengewicht; etwas, das die freien Radikale ausbalancieren kann. Das passende Gegenstück zu freien Radikalen sind Antioxidantien. Die bekanntesten und effektivsten finden sich in Vitamin C und E. Interessant ist, dass Cannabidiol (CBD) eine ähnliche chemische Struktur aufweist, wie andere Antioxidantien, denn es enthält ein Sauerstoffatom, das an freie Radikale abgegeben werden kann und diese somit neutralisiert. Antioxidantien sind also der Schlüssel für einen Überschuss an freien Radikalen. Dass Cannabidiol tatsächlich ähnlich fungiert, kann anhand einzelner Studien zwar vermutet, aber noch nicht vollends bestätigt werden, da die Studienlage noch sehr dünn ist.

Die Geschichte von Freie Radikale

Die Theorie der freien Radikale wurde erstmals 1956 von einem US-amerikanischen Biogerontologe aufgestellt. Die These beruht darauf, dass infolge der Stoffwechselprozesse in den Zellen sogenannte freie Radikale entstehen, die in erster Linie die Ursache des Alterungsprozesses sind. Am Anfang lehnten viele Gerontologen die Theorie ab und bezeichneten sie als parawissenschaftlich. Im Laufe der Jahre konnte sie allerdings durch wissenschaftliche Befunde bestätigt werden. Bis heute macht die Wissenschaft sich diese Theorie zu nutzen, denn sie bietet zusätzlich ein Erklärungsmodell für die Entstehung zahlreicher Krankheiten, wie beispielsweise Krebs oder Alzheimer.

Gut zu wissen über Freie Radikale

In unserer modernen Gesellschaft sind wir mittlerweile von vielen äußeren Einflüssen umgeben, die zu einem Ungleichgewicht an freien Radikalen und Antioxidantien führen können. Langfristig kann dieser Umstand gesundheitsschädigende Folgen mit sich bringen. Mit einer ausgewogenen Ernährung, einer angemessenen körperlichen Aktivität und genügend Raum für Entspannung kann der Körper die freien Radikale in der Regel jedoch eigenständig regulieren. Lebt man einen gesunden Lifestyle muss man sich darüber also nicht den Kopf zerbrechen.