Ist high anders als stoned? Ist high anders als stoned?
CBD & Hanf - Wissen & Leben | 16.03.2022

Der Unterschied zwischen high & stoned? Wir erklärens' Dir!

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Soraya
Lesedauer: 7 min

Dass man durch den Konsum von THC seinen Bewusstseinszustand verändert, sollte klar sein. Doch hast du dich schon einmal gefragt, warum das so ist? Wir uns auch! Daher beleuchten wir in diesem Artikel, warum THC eine psychoaktive Wirkung hat, wie diese zustande kommt - und warum high und stoned zwei unterschiedliche Dinge sind. Los geht's!

So funktioniert das Cannabis-High

Egal, ob du Cannabis rauchst oder in Form einer Essware (auch: Edible) zu dir nimmst - das darauffolgende High entsteht immer auf dieselbe Art: Das in der Pflanze enthaltene THC muss in den Blutkreislauf übergehen. Beim Rauchen eines Joints passiert dies über die Lunge natürlich um einiges schneller, sodass der gewünschte Rauschzustand bereits nach 20 Minuten eintritt. Beim Verzehr von THC-Esswaren, muss das Cannabinoid erst einmal den Verdauungstrakt passieren, bevor es über das Blut transportiert werden kann.

In beiden Fällen ist jedoch klar, dass die THC-Moleküle die Blut-Hirn-Schranke überqueren müssen. So weit, so gut: Denn sobald dies geschehen ist, dockt das psychoaktive Cannabinoid bei den Rezeptoren an, die sich ansonsten mit körpereigenen Endocannabinoiden verbinden.

Diese Rezeptoren sind Teil des menschlichen Endocannabinoid-Systems, das für viele Funktionen in unserem Organismus verantwortlich ist und unsere Reaktionen auf Stress, Nahrungsaufnahme oder Schmerz reguliert.

Genauer gesagt steuert das ECS die Freisetzung aller Neurotransmitter, was eine extrem wichtige Aufgabe ist: Schließlich handelt es sich bei Neurotransmittern um wichtige Botenstoffe, die für die Kommunikation der einzelnen Gehirnzellen nötig sind. Zu diesen gehören unter anderem auch Serotonin und Dopamin.

Was genau während eines Rauschzustandes passiert, muss wissenschaftlich noch genauer erforscht werden. Als gesichert gilt jedoch, dass THC das Endocannabinoid-System mit Signalen überflutet und den Informationsfluss zwischen den Neuronen verändert. In diesem Zuge wird eine hohe Menge an Dopamin freigesetzt, welches für eine entspannte Euphorie sorgt und das Belohnungssystem aktiviert. Kein Wunder also, dass high oder stoned sein für die meisten Menschen eine spannende Erfahrung ist!

Die Funktion der Cannabinoide im menschlichen Körper

Wie bereits erwähnt, sind Cannabinoide dem menschlichen Körper alles andere als fremd; er stellt sie im Bedarfsfall sogar selbst her! Hierbei handelt es sich - um genau zu sein, um sogenannte Endocannabinoide (auch Liganden genannt).

Die Funktion dieser Cannabinoide ist es, die Homöostase (das chemische Gleichgewicht im Körper) aufrechtzuerhalten. Das Endocannabinoid Anandamid trägt beispielsweise zu dieser Aufgabe bei, indem es die neuronale Signalübertragung reguliert. Zusätzlich ist es auch an vielen weiteren Funktionen beteiligt - unter anderem sorgt das Endocannabinoid Anandamid auch für Entspannung und Wohlbefinden.

Die Rolle des Endocannabinoid-Systems

Wie wir zuvor schon angeschnitten hatten, ist ein optimal funktionierendes Endocannabinoid-System für einen gesunden Organismus unabdingbar - denn schließlich steuert und reguliert es eine Vielzahl unserer essenziellen Körperfunktionen.

Interessanterweise können wir unseren Endocannabinoid-Spiegel durchaus beeinflussen, – beispielsweise durch sportliche oder kreative Aktivitäten. Wie auch du mit Sicherheit schon festgestellt hast, fühlt man sich nach einer Jogging-Runde oder beim Malen oder Musizieren oft deutlich besser als bei anderen Tätigkeiten – oder dem schlichten „Nichtstun“.

Schließlich wird das Stresslevel auf diese Weise reduziert, während die Stimmung im selben Zuge steigt. CBD (Cannabidiol) ist unseren ursprünglichen körpereigenen Cannabinoiden sehr ähnlich und kann dich dabei auf natürliche Weise unterstützen, mehr in deine Mitte zu kommen – und so gelassener mit Stress und Hektik im Alltag umzugehen. Doch dazu später mehr.

Im Detail ist das ECS aus einem großen Netzwerk zellulärer Rezeptoren sowie unterschiedlicher chemischer Signale aufgebaut, die nicht nur in unserem Gehirn, sondern über unseren gesamten Körper engmaschig verteilt sind. Dabei kommen die sogenannten CB1-Rezeptoren besonders zahlreich in den Hirnarealen vor und fungieren als eine Art “Verkehrspolizei”, um die Aktivität sowie die Menge vieler Botenstoffe zu regulieren.

Diese erhält außerdem eine direkte Rückmeldung über die Faktoren, die angepasst werden müssen - sei es nun beispielsweise die Körpertemperatur, das Hungergefühl oder die Wachsamkeit. Der Organismus produziert Endocannabinoide, um die Tätigkeit der Rezeptoren ideal zu stimulieren.

Große Ähnlichkeiten zwischen Endocannabinoiden und Cannabinoiden

Wie bereits erwähnt verfügen sie über eine große Ähnlichkeit mit den Cannabinoiden der Cannabispflanze. Diese werden in den sogenannten Trichomen der Pflanze gebildet, am intensivsten in jenen der weiblichen Cannabispflanzen.

Die feinen Drüsenhaare des Gewächses produzieren eine Art Harz, das die Pflanze vor Schädlingen, Austrocknung sowie Temperaturschwankungen schützt. Genau in diesem “Schutzharz” befinden sich die für uns wichtigen Cannabinoide.

Was bedeutet 'high sein' eigentlich? So bemerkst du es

Wie Menschen ihr “high sein” empfinden, ist unterschiedlich. Im Gegensatz zu anderen bewusstseinserweiternden Substanzen bekommt man durch den Konsum von THC keine Halluzinationen - dennoch kann es sein, dass die Umgebung auf einmal lebendiger und bunter wirkt. Set und Setting sind dabei jedoch dennoch von großer Wichtigkeit - denn diese tragen gerade unter THC-Einfluss zu deiner Laune bei.

Generell wirst du vieles stärker wahrnehmen, fühlst dich wohlig-entspannt und hörst, schmeckst und riechst intensiver. Kurz gesagt: Deine Sinne werden geschärft, während deine Stimmung sich hebt. Viele Menschen fühlen sich während des Rausches auch kreativer, hungriger und gelöster. Oft kann es sein, dass du deutlich unfokussierter bist und beispielsweise beim Erzählen schneller den “Faden verlierst”. Generell gibt es jedoch sortenabhängig unterschiedliche Arten von “Highs” denen wir uns gleich noch widmen werden.

Wichtiger Hinweis!

Es gibt durchaus auch Cannabiskonsument:innen, die von Angst oder paranoiden Gedanken statt von angenehmen Rauschzuständen berichten.

Gibt es unterschiedliche Stadien des Cannabis Highs?

Tatsächlich gibt es unterschiedliche Stadien des Cannabis-Highs, wobei dies auch von Mensch zu Mensch variiert. Generell läuft ein durch THC-verursachter Rauschzustand so:

  • Stufe 1: Maximal 20 Minuten nach deinem letzten Zug am Joint fühlst du dich super und könntest sprichwörtlich die Welt umarmen. Noch bist du auch ziemlich relaxed …
  • Stufe 2: Doch das ändert sich nun - denn jetzt wirst du sogar noch euphorischer! Vielleicht hast du auch Lust zu singen oder zu tanzen - du bist einfach happy und hast das Gefühl : die Königin (oder der König) der Welt zu sein.
  • Stufe 3: Die dritte Stufe ist dann wieder etwas introspektiver - du denkst über deine Träume, Wünsche und Pläne nach und wirst vielleicht sogar ein wenig philosophisch.
  • Stufe 4: Ein High kann, wie bereits erwähnt, auch etwas unangenehme Symptome haben. Viele Cannabiskonsument:innen erleben im vierten Stadium leichte Nervosität und Stressgefühle, während andere mit ängstlichen Gedanken oder gar etwas Paranoia zu kämpfen haben. Diese Phase ist meistens jedoch recht schnell vorbei - zum Glück!
  • Stufe 5: Jetzt ist der Kühlschrank dran, denn die meisten Cannabis-Fans fühlen sich an dieser Stelle so, als ob sie eine Woche nichts gegessen hätten - und schlagen gerade bei Pommes, Pizza und Eiscreme gerne zu.
  • Stufe 6: Nachdem du deine “Munchies” (das Hungergefühl durch THC) überwunden hast, kann es sein, dass du Lust hast, noch einen Joint zu rauchen.
  • Stufe 7: Die siebte Stufe ist die an sich entspannteste - du hast dein THC-Sättigungslevel erreicht und kannst, falls du möchtest und es gerade passt, nun entspannt einschlafen.

Auf die Sorte kommt es an!

Wie Cannabis auf dich wirkt, hängt auch immer von der Sorte ab - während Sativa eher für das sogenannte “Kopf-High” sorgt, und dich euphorisch, energetisch und kreativ macht, ist dies bei Indica eher das Gegenteil: Hier macht sich eher das “Körper-High” bemerkbar. Du bist also super-entspannt, möchtest die gemütliche Couch nicht verlassen und verlierst dich in introspektiven Gedanken.

Der Hauptgrund für die unterschiedliche Wirkung der beiden Varianten liegt wohl insbesondere darin, dass Sativa-Sorten mehr THC enthalten, während Indica-Sorten reicher an CBD sind. Hybride-Sorten hingegen bieten dir das Beste aus beiden Welten.

Eine weitere Cannabis-Sorte ist die Ruderalis (vom lateinischen “ruderal”, wild): Bei dieser Wildpflanze ist es allerdings noch strittig, ob es sich um eine Unterart der Sativa-Variante oder eine eigene Gattung handelt. Da sie sehr wenig THC enthält, wird sie selten für den Freizeitkonsum gebraucht, sondern eher als Medizinalhanf genutzt oder zur Beeinflussung neuer Hybridsorten eingesetzt.

Der Unterschied zwischen high & stoned

Auch, wenn die Begriffe high & stoned häufig fast austauschbar erscheinen, ist dies an sich nicht ganz korrekt. Wer durch THC “high” ist, fühlt sich energetisiert, ist sehr mitteilungsbedürftig und fühlt sich euphorisch. Im Idealfall hält dieser Zustand einige Stunden an.

Wer hingegen stoned ist, fühlt sich sehr relaxed, friedlich und beschäftigt sich lieber mit seinen oder ihren eigenen Gedanken, statt große Reden zu schwingen. Stoned sein wirkt sich übrigens auch stark auf den Körper aus - du bist dann so entspannt, dass es dir schwerfallen wird, von der Couch aufzustehen.

Worin unterscheiden sich THC & CBD?

Zwar handelt es sich sowohl bei THC als auch bei CBD um Cannabinoide - der Unterschied liegt jedoch darin, dass ersteres berauschend wirkt, während dies bei Cannabidiol nicht der Fall ist. Ebenfalls ist THC in Deutschland nicht legal!

Ob CBD-Öl, - Kosmetik oder - Badezusätze, bei HERBLIZ findest du eine Vielzahl spannender Produkte mit dem vielseitigen Cannabinoid CBD, das ebenfalls regulierend auf das ECS einwirkt - und dies ganz ohne einen Rausch auszulösen.