Der Vagusnerv bestimmt unser inneres Gleichgewicht Der Vagusnerv bestimmt unser inneres Gleichgewicht
CBD & Hanf - Wissen & Leben | 19.04.2022

Stärkerer Vagusnerv = mehr innere Balance?

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Soraya
Lesedauer: 5 min

Es gibt viele Faktoren, die zu unserer inneren Balance beitragen können. Der Vagusnerv spielt dabei eine ganz besondere Rolle: Schließlich verbindet der wichtige Nerv das Gehirn mit vielen unserer inneren Organe und hat auch eine wichtige Funktion bei der Bewältigung von Stress. Was es genau mit dem Vagusnerv auf sich hat und wie du ihn aktivieren kannst, und mehr Entspannung in deinen Alltag zu bringen, erfährst du hier!

Was ist der Vagusnerv eigentlich genau?

Der Vagusnerv wird manchmal auch als “Beruhigungsnerv” bezeichnet - die Silbe “vagus” ist dabei eine Ableitung des lateinischen Verbs “vagari”, was am besten mit “umherschweifen” übersetzt werden kann. Der Grund für diese Bezeichnung liegt darin, dass der Nerv an einer großen Anzahl unterschiedlicher Prozesse in den inneren Organen beteiligt und sein Einfluss somit buchstäblich “überall” ist.

Außerdem zeichnet sich der Vagusnerv auch durch seine Länge aus - er verbindet das enterische Nervensystem im Magen-Darm-Trakt und dem Gehirn, wobei er vom Bauchbereich über die Brust hin zum Kopf (dem unteren Teil) angelegt ist. Als längster Nerv des menschlichen Körpers verfügt er zudem über weitere Stränge, die das Gehirn auch mit den weiteren inneren Organen verbinden. Salopp könnte man also sagen, dass der Vagusnerv eine Art Mittelsmann zwischen dem Gehirn und den inneren Organen darstellt.

Insbesondere der sogenannten “Darm-Hirnachse” wird seit einiger Zeit von Forschungsseite besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt: Diese soll nicht nur bei Verdauungsbeschwerden, sondern auch im Hinblick auf die mentale Gesundheit eine besondere Rolle spielen.

Der Nervus Vagus und seine Rolle im vegetativen Nervensystem

Übrigens agiert der Vagusnerv nicht alleine, sondern gehört zu den wichtigsten Teilen des sogenannten Parasympathikus. Dieser stellt den entspannenden Bereich des vegetativen (unbewusst gesteuerten) Nervensystems dar, welches zusätzlich noch aus dem enterischen System des Magen-Darm-Traktes (dem Bauchgehirn) und dem Sympathikus besteht.

Während der Parasympathikus eher entspannend und regenerationsfördernd einwirkt, ist der Sympathikus genau das Gegenteil und übernimmt bei Stress, Leistungsdruck oder Angst die Kontrolle. Er navigiert uns also durch sogenannte “Fight-or-Flight”- Kampf-oder-Flucht-Reaktionen. Ist der Sympathikus am Steuer, gibt es von Entspannung keine Spur, denn jetzt geht es darum, eine schwierige Situation zu meistern und dabei alles zu geben.

Die Wirkung des Vagusnervs hingegen bemerkst du erst dann, wenn du entspannt bist. Diese ist übrigens nicht nur beruhigend, sondern regt auch die Verdauung an, weswegen in Fachkreisen auch vom “Rest & Digest” Modus gesprochen wird, wenn vom Nervus Vagus die Rede ist. Schließlich ist dieser im Detail dafür verantwortlich, Stresshormone herunterzuregulieren, den Puls zu verlangsamen und die Geschlechtsorgane ausreichend mit Blut zu versorgen.

Ständig “unter Strom”? Die Konsequenzen von Stress auf den Vagusnerv

Innere Balance ist sowohl für unsere mentale, als auch körperliche Gesundheit unerlässlich. Auf stressvolle Zeiten müssen unbedingt wieder entspanntere Perioden folgen, da unser System sonst aus dem Takt gerät. Einfach gesagt: Kommt der Vagusnerv mit seiner entspannenden und regenerierenden Funktion nicht häufig genug zum Einsatz, verliert er an Stärke.

Das Ergebnis? Du kannst nicht abschalten, bist ständig überreizt, verspannt und dauerhaft in “Alarmbereitschaft”. Dies ist in unserem modernen, digitalen Zeitalter selbstverständlich nicht verwunderlich, denn nicht nur die Belastung am Arbeitsplatz oder der Uni, sondern auch die ständige Reizüberflutung - beispielsweise durch Smartphones und Social Media - hat extrem zugenommen. Auch Traumata und Ängste können den Vagusnerv spürbar schwächen.

Der so entstandene Stress zeigt sich dabei nicht nur mental, sondern auch körperlich, häufig auch an Verdauungsproblemen. Weder eine Über- noch eine Unterforderung des Vagusnervs sind empfehlenswert, ähnlich wie beispielsweise beim Aufbau eines Muskels. Somit ist Balance auch hier der Schlüssel.

Wie du den Vagusnerv stärken kannst - wichtige Tipps

Falls auch du manchmal das Gefühl hast, innerlich nicht ausreichend zur Ruhe zu kommen, oder an durch Stress verursachten Verdauungsproblemen zu leiden, gibt es glücklicherweise viele Dinge, um dein inneres Gleichgewicht - und somit auch den Vagusnerv - zu stärken. Hier ein paar interessante Tipps, die du bei Bedarf anwenden kannst:

  • Achte auf deine Atmung - statt der typischen, flachen Brustatmung solltest du versuchen, in den Bauch zu atmen (im Idealfall im Liegen). Übrigens atmen wir beim Schlaf ebenfalls in den Bauch, sodass unser Körper diese Art zu atmen bestens kennt
  • Probiere Yin Yoga aus - hierbei geht es um eine sehr sanfte Yogaform, die dich mühelos in den Rest & Digest-Modus bringt
  • Versuche die “Wim Hof”-Methode - hierbei geht es um eine stressbekämpfende Kombination aus Atemübungen und einer kalten Dusche (für ganz Hartgesottene gibt es sogar die Möglichkeit, ein Eisbad zu nehmen)
  • Gönne dir eine Schulter-Nackenmassage
  • Lache mehr! Schaue dir lustige Dinge an, oder wage dich auch Lachyoga heran. Je häufiger wir - ehrlich - lachen, desto entspannter sind wir!
  • Verzichte auf Multitasking, da dieses den Stresspegel sofort in die Höhe schnellen lässt
  • Stelle alle deine Handymessenger auf lautlos - und gehe öfter in den Flugmodus, um deine mentalen Batterien aufzuladen

Generell geht es einfach darum, herauszufinden, was dich in den Entspannungsmodus versetzt - und dies dann konsequenter anzuwenden. Eine tolle Idee ist es beispielsweise auch, ein entspannendes Bad zu nehmen: Mit einer CBD Badekugel oder einem duftenden CBD Badesalz von HERBLIZ fällt dir das Entspannen gleich viel leichter. Finde heraus, welche Self-Care-Rituale dir ganz persönlich guttun, und denke daran, diese so häufig wie möglich anzuwenden.

Eine andere Möglichkeit, die deinen Vagusnerv ebenfalls positiv beeinflusst, ist, mehr zu schlafen. Einfacher gesagt als getan, nicht wahr? Falls auch du zu den Menschen gehörst, denen es schwerfällt, nachts einzuschlafen, können wir dir unsere neuen Sleep Drops ans Herz legen: Diese enthalten das wertvolle Schlafhormon Melatonin - und das mit einer 15-fach höheren Bioverfügbarkeit für eine noch schnellere Wirkung.

Fazit: Starker Vagusnerv = mehr Gleichgewicht

Innere Balance ist sowohl für unser mentales Gleichgewicht als auch für unsere körperliche Ausgeglichenheit von entscheidender Bedeutung. Gönne dir genügend Ruhepausen und versuche den Vagusnerv - beispielsweise mit den von uns genannten Tipps - auf einfache Weise immer wieder einmal zu stimulieren. Wir wünschen dir jedenfalls viel Spaß beim Ausprobieren und Entspannen!