Kann CBD bei Heuschnupfen helfen? Kann CBD bei Heuschnupfen helfen?
CBD & Hanf - Wissen & Leben | 04.04.2022

Tipps und Tricks gegen Heuschnupfen - kann CBD helfen?

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Fenja
Lesedauer: 6 min

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die Leute auf den Straßen haben ein Lächeln im Gesicht - endlich ist er da, der Frühling! Damit verabschieden wir uns von dem grauen, regnerischen und kalten Winter, der uns die letzten Monate begleitet hat. Wenn das alles kein Grund zur Freude ist, oder? Nun ja, so schön wie der Frühlingsbeginn für viele ist, so gibt es auch zahlreiche andere, die sich jetzt schon nach dem Ende dieser Jahreszeit sehnen. Juckende Augen, eine laufende Nase und ständiges Niesen - Frühlingszeit ist eben leider auch Heuschnupfenzeit.

Heuschnupfen - was passiert da eigentlich im Körper?

Beim Heuschnupfen tritt eine allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut auf. Dies ist ein saisonales Phänomen, denn es ist den herumfliegenden Pollen geschuldet. Unter Pollen versteht man den Blütenstaub, der von Pflanzen und Bäumen in die Luft geweht wird. Der Begriff “Heuschnupfen” ist somit eigentlich gar nicht auf die Allergie zutreffend, da nicht Heu das Problem darstellt, sondern die Pflanzeneiweiße der umherwehenden Pollen. Aber wie bekommt man diese Pollenallergie? Heuschnupfen tritt dann auf, wenn das körpereigene Abwehrsystem die Pflanzenpollen irrtümlicherweise als Bedrohung einstuft. In den darauffolgenden Kontaktsituationen hat der Körper dann bereits Abwehrzellen gebildet und beginnt gegen die Pollen anzukämpfen. Durch eine laufende Nase und ständiges Niesen versucht der Körper die fremdartigen Stoffe loszuwerden. Es gibt aber auch noch weitere Symptome, wie:

  • Schlechter Schlaf
  • Juckreiz
  • Kurzatmigkeit
  • Entzündungen
  • Grippeähnliche Symptome
  • Tränende, juckende Augen

Die Neigung zu bestimmten Allergien wird in der Regel vererbt. Wie stark eine solche Abwehrreaktion dann auftritt, ist allerdings auch von äußeren Einflüssen abhängig. Forscher gehen bis heute davon aus, dass Kinder, die auf dem Land zwischen Tieren und Pflanzen aufwachsen, nicht so häufig unter Allergien leiden, wie Kinder, die in der Großstadt aufwachsen und ständig von giftigen Abgasen umgeben sind. Leider gibt es auch keine optimistischen Prognosen für die Zukunft, denn es wird vermutet, dass sich die Heuschnupfenzeit aufgrund des Klimawandels und des damit einhergehenden milderen Winters immer weiter in die Länge ziehen wird.

Was kann man gegen Heuschnupfen tun?

Unter Heuschnupfen zu leiden ist in der Regel zwar nicht lebensbedrohlich, allerdings fühlen sich viele Betroffene verständlicherweise in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Je nach Wetter und Pollenflug werden Verabredungen abgesagt, die Natur wird gemieden und es wird Zuflucht in den eigenen vier Wänden gesucht. Aber wie geht man denn nun am besten gegen den Heuschnupfen an? Ist diese Allergie vielleicht sogar heilbar? Und was hat CBD mit der ganzen Sache zu tun?

Medikamente & Desensibilisierung

Es gibt bereits einige Medikamente auf dem Markt, die Linderung verschaffen können. Zu den effektivsten Medikamenten zählt Cortison. Dieses hat allerdings den Nachteil, dass es nur kurzzeitig angewendet werden darf, da ansonsten das Risiko für langfristige Komplikationen steigt. Des Weiteren gibt es abschwellende Nasensprays, die aber auch nur kurzfristig helfen.

Ein weiterer Versuch, gegen den Heuschnupfen anzugehen, ist eine Desensibilisierungstherapie. Über drei Jahre hinweg soll der Körper mit einer abgeschwächten Form der Allergene konfrontiert werden - meist in Form einer Spritze. Der Vorteil dieser Therapie ist, dass sie eine nachhaltige Verbesserung bringen soll. Es soll sogar Patient:innen geben, die durch diese Therapie tatsächlich geheilt werden konnten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass frühzeitig mit der Therapie begonnen wird. Auch wenn die Therapie Erfolge erzielen kann, ist es dennoch wichtig anzumerken, dass der genaue Wirkungsmechanismus noch nicht ausreichend erforscht ist.

Alltagshelfer: Pollenflugvorhersage

Neben Medikamenten und Therapien, gibt es auch für den Alltag einige Tipps und Tricks, um die Symptome so gering wie möglich zu halten. Es ist beispielsweise durchaus empfehlenswert, die Pollenflugvorhersage zu verfolgen. Ist eine sehr hohe Konzentration an Pollen zu erwarten, sollten die Fenster in der Wohnung nämlich geschlossen bleiben und auch ein Aufenthalt im Freien ist in solch einem Fall nicht wirklich ratsam. Praktischerweise gibt es dazu sogar mittlerweile Apps, die einem je nach Aufenthaltsort eine präzise Vorhersage zu dem Pollenflug machen können.

Achtsamkeit im Alltag

In erster Linie sollten natürlich Einflussfaktoren, die die Heuschnupfen-Symptome verstärken können, wie beispielsweise Zigarettenrauch oder Chlorwasser, gemieden werden. Außerdem sollte bei tränenden und juckenden Augen auf Kontaktlinsen verzichtet werden. Grundsätzlich ist in ländlichen Gebieten zwischen 4 und 6 Uhr morgens mit der höchsten Pollenkonzentration zu rechnen. In der Stadt ist diese hingegen in den Abendstunden am höchsten. Je nachdem, in welchem Gebiet man wohnt, sollte natürlich auch das Lüften der Wohnung an diese Zeiten angepasst werden.

Aufpassen im Haushalt

Im Haushalt sollte darauf geachtet werden, dass der Staubsauger beispielsweise mit einem HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Airfilter) ausgestattet ist. Hinzu kommt, dass Böden im Optimalfall feucht gewischt werden sollten, um wirklich alle Pollen zu erwischen. Auch beim Trocknen gewaschener Wäsche sollte aufgepasst werden, denn es sollte dringend vermieden werden, diese im Freien aufzuhängen, da ansonsten das Risiko besteht, dass sich Pollen auf der frischen Wäsche absetzen.

Eine pollenarme Abendroutine

Auch bei Deiner Abendroutine gibt es ein paar Tricks, auf die Du achten kannst, um Deine Symptome so gering wie möglich zu halten. Getragene Kleidung sollte beispielsweise nicht im Schlafzimmer liegen gelassen werden, um die Pollen beim Schlafen nicht in unmittelbarer Nähe zu haben. Auch die Haare sollten im besten Fall abends gewaschen werden, sodass die Pollen nicht auf Dein Kopfkissen gelangen.

Nichts wie weg aus dem Pollenhochgebiet

Wenn es einem möglich ist, kann es sinnvoll sein, in der Pollenhochzeit zu verreisen. Vor allem in den Bergen herrscht ein sehr allergenarmes Klima, da aufgrund des verminderten Pflanzenwuchses eine geringere Pollenbelastung herrscht. Auch eine Ortschaft am Meer ist das optimale Reiseziel für Pollen-Allergiker:innen.

Kann CBD bei Heuschnupfen helfen?

Dass CBD zahlreiche positive Eigenschaften mit sich bringt, ist schon seit Längerem bekannt. Einige Allergiker:innen berichten zudem, dass CBD sie während der Heuschnupfenzeit unterstützen konnte. Dies könnte darauf zurückgeführt werden, dass CBD mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System interagiert, welches als Teil des Nervensystems für zahlreiche Funktionen im Körper zuständig ist. Es wird vermutet, dass das Endocannabinoid-System das Immunsystem bei einer Überreaktion durch den Pollenflug wieder in Balance bringen könne. Darüber hinaus kann CBD für körperliche Entspannung sorgen, was bei potentiellen Schlafproblemen aufgrund des Juckreizes und der laufenden Nase Beihilfe verschaffen kann. Es ist dennoch anzumerken, dass CBD noch nicht allzu lange erforscht wird, weshalb nicht garantiert werden kann, dass es unterstützend wirkt.

Hol Dir in jedem Fall einen ärztlichen Rat ein!

Auch wenn ein Zusammenhang von CBD und verminderten Heuschnupfen-Symptomen noch nicht wissenschaftlich fundiert ist, gibt es durchaus Erfahrungsberichte, die sich für die Anwendung von CBD aussprechen. Sollte ein Fläschchen CBD Öl nicht ohnehin schon fester Bestandteil deines Alltags sein, ist es vielleicht ein Versuch wert, es einfach mal auszuprobieren. Aber aufgepasst: Solltest Du aufgrund deiner Symptome Medikamente zu Dir nehmen, sollte die CBD Anwendung in jedem Fall mit einem Arzt abgesprochen werden. Im Falle einer Schwangerschaft raten wir gänzlich von dem Gebrauch ab. Generell ist es ratsam, sich bei Heuschnupfen ärztlich behandeln zu lassen, denn eine Nichtbehandlung der Allergie kann Konsequenzen mit sich ziehen. Eine Allergie kann einen nämlich auch für andere Allergien anfälliger machen. Außerdem besteht ohne jegliche Behandlung das Risiko, langfristig an Asthma zu erkranken. Man sollte sich also in jedem Fall von einem Arzt beraten lassen - auch bezüglich einer möglichen CBD Anwendung.