EU lässt CBG in Kometika zu EU lässt CBG in Kometika zu
CBD & Hanf News | 10.12.2021

EU-Zulassung für CBG in Kosmetika

S
Soraya
Lesedauer: 2 min

CBG (Cannabigerol) wurde nun von der Europäischen Kommission in die sogenannte Cosing-Datenbank aufgenommen. Bei dieser Datenbank handelt es sich um eine Liste kosmetischer Inhaltsstoffe, die in der EU zugelassen sind.

Wenig Zeit? Die News in Kürze:
  • Cannabigerol (CBG) wurde von der Europäischen Kommission in die Cosing-Datenbank aufgenommen - und ist in der EU somit als kosmetischer Inhaltsstoff zugelassen.
  • Cannabigerol ist eins von mehr als 100 Cannabinoiden der Cannabispflanze.
  • CBG ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, es löst also keinerlei Rauschzustände aus.
  • Der Inhaltsstoff hat viele hautfreundliche Eigenschaften - unter anderem ist CBG hautpflegend, beruhigend und sorgt für einen gleichmäßigen Hautton.

Die Anpassung, die sowohl Binnenmarkt als auch Industrie betrifft, konnte nur durch intensive Forschung an dem bislang noch wenig in Erscheinung getretenen Cannabinoid durchgesetzt werden. Die Begründung für das lange “Schattendasein” von Cannabigerol liegt unter anderem darin, dass die Cannabis-Komponente in der getrockneten Pflanze jeweils nur in Größenordnungen unter 1 Prozent vorhanden ist - und ihr aus diesem Grund bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Doch dies sollte sich jetzt ändern.

CBG: Die Cannabis-Stammzelle unter der Lupe

Bei CBG handelt es sich um eines von mehr als 100 Cannabinoiden, die bislang in der Cannabispflanze identifiziert werden konnten. Nachdem umfassend an Cannabigerol geforscht wurde, wurde die Relevanz als “Muttermolekül” schnell klar - denn aus dem CBG entstehen mithilfe spezifischer Enzyme CBD, THC sowie alle weiteren bekannten Cannabinoide. Generell gilt: Je höher der CBG-Gehalt, desto niedriger der Anteil der weiteren Cannabinoide, da sich das Verhältnis der unterschiedlichen Komponenten mit dem Reifungsprozess verändert.

Wie eine Vielzahl offizieller Studien gezeigt hat, handelt es sich bei CBG (ebenso wie bei CBD) um ein nicht-psychoaktives Cannabinoid, das keinerlei Rauschzustände auslöst. Genauso wie CBD ist CBG in der Lage, mit den CB1- und CB2-Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoid-Systems zu interagieren und kann demnach auch über die Haut absorbiert werden.

Der Grund für die Aufnahme des Cannabinoids in den Cosing-Katalog liegt in den hautfreundlichen Eigenschaften der Substanz begründet. So soll diese unter anderem:

  • Hautpflegend sein
  • Die Zellerneuerung anregen
  • Hautreizungen beruhigen
  • Flecken aufhellen
  • Unebenheiten abmildern

Hierbei handelt es sich somit um Eigenschaften, die gerade in Kosmetikprodukten von Vorteil sind.

Hanfanbau zur CBG-Gewinnung: einfacher als gedacht

Für die Gewinnung von CBG wird es übrigens nicht notwendig sein, junge Hanfpflanzen einzusetzen, um die Extraktion des Cannabinoids vor dem Umwandlungsprozess in weitere Cannabinoide durchzuführen - stattdessen wurde eine neue Genetik kreiert, welche hohe CBG-Werte ermöglicht - selbst bei voller Reifung der Cannabis-Pflanze.

Fazit: Neben CBD ein weiteres Cannabinoid in der Kosmetik-Welt

CBD in Kosmetikprodukten wird immer salonfähiger. Umso interessanter ist es nun, dass nun ein weiteres Cannabinoid die Bühne der Beauty-Produkte betritt. Bei CBG handelt es sich um das “Muttermolekül”, aus welchem alle anderen Cannabinoide im Rahmen des Reifungsprozesses entstehen. Aufgrund seiner hautfreundlichen Eigenschaften gilt es für die Kosmetikindustrie als besonders interessant und wird mit Sicherheit EU-weit in immer mehr Pflegeprodukten zu finden sein.