CBD vs. THC - Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Hier liegt der Unterschied zwischen CBD und THC

Spätestens seit der Hippie-Ära wurden Pflanzennamen wie Cannabis, Marihuana oder Hanf hauptsächlich mit einem Stoff assoziiert: Tetrahydrocannabinol oder kurz THC. Dieser ist vor allem für seine berauschende Wirkung bekannt. Dabei hat die Pflanze so viel mehr zu bieten, wie zum Beispiel den vielseitigen Wirkstoff CBD (Cannabidiol). Um aber genau zu verstehen, wo der Unterschied zwischen THC und CBD liegt, schauen wir uns zunächst die verschiedenen Begriffe rund um die Hanfpflanze an.

Das erwartet dich - alles im (Über-)Blick

  1. Cannabis, Marihuana & Hanf

  2. Chemische Struktur von CBD & THC

  3. Unterschied zwischen CBD & THC

  4. Legalität - ein Vergleich

  5. Die Vor- & Nachteile

Cannabis, Marihuana & Hanf - eine Begriffsklärung

Der Unterschied zwischen den drei bekanntesten Begriffen lässt sich leicht erklären. Cannabis ist die lateinische Bezeichnung und der Oberbegriff der Pflanzenart. Diese Pflanzenart wiederum hat zwei Unterkategorien: Hanf und Marihuana. Beide unterscheiden sich deutlich anhand ihrer Inhaltsstoffe.

  • Hanf enthält meist 20% oder mehr CBD (Cannabidiol) und weniger als 0,2% THC (Tetrahydrocannabinol). Daher wird er als sogenannter “Nutzhanf” oder “Industriehanf” angebaut und für die Herstellung von CBD & Hanfkosmetik, Lebensmitteln oder Kleidung genutzt. 
  • Marihuana dagegen enthält mehr als 20% THC. Es wird in der Medizin eingesetzte oder schlichtweg in Joints konsumiert, um einen Zustand des "High-Seins" zu erreichen.

Die chemische Struktur von CBD & THC

CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) zählen beide zu den sogenannten Cannabinoiden. Hierbei handelt es sich um die Wirkstoffe der Cannabispflanze. Bisher wurden mehr als 110 verschiedene Cannabinoide in der Pflanze entdeckt. Unter diesen wurde THC bislang am meisten erforscht, weshalb der Begriff den meisten Menschen wohl eher geläufig ist, als die Namen anderer unbekannter Cannabinoide, wie z.B.: Cannabinol (CBN), Cannabigerol (CBG), Cannabichromene (CBC), Cannabidiolic Acid (CBDA) oder Cannabidivarin (CBDV).

Der Unterschied zwischen den Cannabinoiden ist auf den ersten Blick nur mikroskopisch klein. Zwischen THC und CBD liegt die Differenz in nur einem einzigen Atom, welches die Molekülstruktur maßgeblich beeinflusst.

Der wichtigste Unterschied zwischen CBD & THC

THC wirkt aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung psychoaktiv und verursacht einen Rauschzustand. CBD hingegen wirkt anders auf unsere Rezeptoren und daher nicht psychoaktiv. Beide Pflanzenstoffe wirken über unsere körpereigenen Rezeptoren im sogenannten Endocannabinoid-System

Wenn man auf ein High-Gefühl hofft, wartet man bei CBD vergeblich. Cannabidiol sorgt für Tiefenentspannung und kann sich positiv auf das gesamte Wohlbefinden auswirken, macht jedoch nicht high, wie sein großer Bruder THC.  Müsste man die Wirkung von CBD mit einem Satz beschreiben, wäre es vermutlich: Der Moment, in dem man aus der warmen Badewanne steigt und sich in seinen kuscheligen Bademantel schmiegt. Ganz ohne negative Begleiterscheinungen. Deshalb gibt es CBD nicht nur in Form von Ölen, sondern auch als Pflegeprodukte.

Legalität - CBD im Vergleich zu THC 

Die Legalität von Cannabinoiden ist in jedem Land unterschiedlich. Wir beziehen uns daher nur auf die aktuelle Lage in Deutschland bzw. Europa. Wenn es um THC und Marihuana geht, war die Gesetzeslage in Deutschland bis 2017 ziemlich eindeutig: Marihuana ist illegal.  Im Jahr 2017 wurde dann erlaubt, Marihuana für die rein medizinisch-therapeutische Behandlung von Erkrankungen nutzen zu dürfen. Dazu wird unter strengsten Auflagen in Europa medizinisches Marihuana angebaut. Jedoch ist es keineswegs einfach, an ein Rezept zu kommen. Marihuana und vor allem der psychoaktiv wirkende Stoff THC sind streng verschreibungspflichtig. Nur nach ernsten Überlegungen und Untersuchungen von geschulten Ärzten wird THC verschrieben.

CBD hingegen ist frei verkäuflich und legal. Da es aus Nutzhanfpflanzen mit geringem THC-Gehalt gewonnen wird, gibt es keine psychoaktive Wirkung. Frei verkäufliche Produkte dürfen dabei laut EU-Verordnung nur weniger als 0,01% THC enthalten.  Vollspektrum-CBD-Produkte enthalten neben CBD auch weitere Inhaltsstoffe der Hanfpflanze und einen THC-Anteil von unter 0,01%. CBD-Isolate hingegen sind komplett frei von THC und enthalten nur isoliertes Cannabidiol sowie ein Trägeröl. 

Die Vor- & Nachteile beider Bestandteile

Auch wenn einer von beiden Inhaltsstoffen berauschend wirkt, so haben doch beide ihre eigenen Vorteile. Klar ist, dass das frei verkäufliche CBD einen riesigen Vorteil hat: Es ist legal. So verspricht CBD, zum Beispiel in Form eines CBD-Öls, mehr Vorteile bei voller Legalität. Entgegengesetzt verhält es sich mit den Nachteilen. Im folgenden erfährst du die positiven und negativen Seiten im Detail.

Die Vorteile - das können CBD & THC

  • Die Vorteile von THC: Tetrahydrocannabinol ist unter allen Cannabinoiden am meisten erforscht. Es veranlasst den Körper zur Ausschüttung von Dopamin. Dies führt wiederum zu einem Euphorie-Gefühl und zu einem allgemeinen Wohlbefinden. Es versetzt den Körper in einen Rauschzustand und wirkt damit psychoaktiv.  Bei schweren Erkrankungen kann THC therapeutisch eingesetzt und, als Rezept verschrieben, hilfreich sein. Bei Autoimmunkrankheiten, zur Appetitsteigerung und bei Schlafproblemen waren Therapien mit THC in der Vergangenheit erfolgreich. Auch bei Patienten mit Bewegungsstörungen führte der medikamentöse Einsatz bereits zu Erfolgen.
  • Die Vorteile von CBD: Cannabidiol wird aktuell als zweites Cannabinoid aktiv untersucht und tritt dabei aus seinem Schattendasein hervor. Eine ganze Reihe an Vorteilen wurden bereits mehrfach wissenschaftlich bestätigt. Dabei ist der größte Vorteil neben der ausbleibenden psychoaktiven Wirkung der hohe Entspannungsfaktor.  Besonders beliebt ist CBD auch bei Rauchern, die von Nikotin auf eine gesündere Art des entspannten Inhalierens umsteigen wollen. Mit einem Vaporizer und einer passenden CBD-Öl Kartusche wird das enthaltene CBD vaporisiert, also verdampft. Dampfen ist wesentlich gesünder als Rauchen, da kein Tabak, Teer oder Nikotin enthalten sind. Außerdem werden durch das Verbrennen gefährliche Schadstoffe freigesetzt, was beim “Vapen” nicht der Fall ist. 

Die Nachteile - CBD & THC unter der Lupe

  • Die Nachteile von THC: Es hat eine psychoaktive Wirkung. Diese beeinträchtigt die Sinneswahrnehmung und das Zeitgefühl. Äußerlich verursacht der Konsum gerötete Augen und einen trockenen Mund. Es kann zu Gedächtnislücken oder sogar Gedächtnisverlust kommen. Viele Nutzer berichten von einem Gefühl der Lethargie nach häufigem Konsum. Bei übermäßigem Gebrauch von Marihuana mit hohem THC-Gehalt ergibt sich ein gewisses Suchtpotenzial - wenn gleich auch immer wieder betont wird, dass dieses geringer ist im Vergleich mit anderen Drogen. Dennoch handelt es sich rechtlich in Deutschland um eine illegale Droge. Wird sie oft oder sogar täglich konsumiert, kann THC beispielsweise Psychosen, Paranoia oder Depressionen auslösen.
  • Die Nachteile von CBD: Sie machen das Cannabinoid so spannend für die Medizin, da nach aktuellem Forschungsstand kaum Nebenwirkungen existieren.  CBD verursacht keinen Rauschzustand und hat keine psychoaktive Wirkung.  Auch wenn noch einige Forschungsergebnisse folgen müssen: Es gibt nur vereinzelt Nutzer, die von einem trockenen Mund, kurzfristiger Schläfrigkeit oder geringem Augendruck berichtet haben. Der Gebrauch von CBD-Produkten kann am Anfang zu Unregelmäßigkeit in der Verdauung führen. Jedoch gibt es keine Nachteile, die von Dauer sind oder sich negativ auf die Gesundheit auswirken würden. 

Der Wirkstoff CBD bietet also aufgrund seiner vielen positiven Auswirkungen auf den menschlichen Körper nicht nur vielfältige Einsatzbereiche im Wellnessbereich, sondern auch wesentlich mehr Vorteile als THC.

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