Nanotechnologie kommt auch bei CBD zum Einsatz
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Nanotechnologie

CBD & Hanf Glossar | 22.04.2022

Technologien beziehen sich in der Regel auf verschiedene Anwendungsbereiche. Anders ist es bei der Nanotechnologie, denn diese bezieht sich grob gesagt einfach auf die Anwendung “extrem kleiner Dinge” im Nanobereich und kann somit in den verschiedensten Nischen genutzt werden. Aber was bedeutet das speziell für die Einnahme von Arznei- oder Nahrungsergänzungsmitteln? Und was hat das mit dem Kosmetikbereich zu tun? Naja, wer Arzneimittel oder andere Substanzen zu sich nimmt, erhofft sich in der Regel, dass der Wirkstoff so schnell wie möglich seine Wirkung entfaltet. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Körper die Inhaltsstoffe zügig aufnehmen und somit auch verwerten kann. Dies gelingt am besten, wenn die Teilchen so klein wie möglich sind. Genau an dieser Stelle kommt die Nanotechnologie ins Spiel.

Die Nanotechnologie ist die Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Nie zuvor hat sie eine so große Bedeutung eingenommen, wie in Zeiten der Digitalisierung. Computer, Smartphones, Fernseher - alles muss heutzutage miniaturisiert werden.

Nanotechnologie erklärt

Was Nanopartikel so spannend macht, ist die Tatsache, dass unterhalb von 50 Nanometern andere physikalische Gesetze gelten. Die Stoffe verhalten sich hier nämlich zunehmend nach quantenphysikalischen Gesetzen und weisen andere optische, magnetische oder elektrische Eigenschaften aus. Für jemanden, der nicht in der Materie drin ist, klingt das erst mal unglaublich. Stoffe entwickeln im Nanomaßstab also neue Eigenschaften.

Aber was genau kann man sich darunter vorstellen? Hier ein paar Beispiele: Keramik kann im Nanozustand transparent werden, Metall kann zu Farbpigmenten und Glas zu Bindemitteln werden. In Sportbekleidung sorgt beispielsweise das Nanosilber dafür, dass Bakterien abgetötet werden, damit die Kleidung länger frisch riecht. In Sonnencremes dienen Nanoteilchen als Schutzfilter gegen die UV-Strahlungen. Aus den neuen Eigenschaften verschiedener Stoffe ergeben sich somit ganz neue Möglichkeiten.

Die Nanotechnologie ist somit eines der bedeutendsten Forschungsgebiete dieses Jahrhunderts. Vor allem in der Medizin wird große Hoffnung in die Nanotechnologie gesetzt. Die Diagnose und Therapie von Krankheiten könnte innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre mithilfe der Nanotechnologie revolutioniert werden. Nanopartikel werden aber auch in zahlreichen anderen Anwendungsbereichen eingesetzt: beispielsweise in Lebensmitteln, Textilien, Autozubehör oder auch Kosmetikprodukten.

Die Verbindung von CBD/Hanf zu Nanotechnologie

Wie zu Beginn bereits angedeutet, können auch bei Medizin- und Kosmetikprodukten Nanotechnologien eingesetzt werden, um eine schnellere und effektivere Wirkung zu erzielen. Daher wird vermutet, dass auch CBD Produkte von dieser innovativen Technologie profitieren können. Denn umso kleiner die Partikel sind, desto besser können sie in den Körper eindringen und somit stärkere Effekte erzielen. Ebenso wird davon ausgegangen, dass die Bioverfügbarkeit bei Nano CBD höher sein könnte.

Während Nano CBD also schneller wirken und von einer höheren Bioverfügbarkeit profitieren kann, soll der Effekt dennoch bei CBD Ölen länger anhalten. Ein weiterer Vorteil von CBD Ölen ist außerdem, dass diese das gesamte Pflanzenstoffspektrum der Cannabispflanze enthalten. Der Synergieeffekt sorgt dafür, dass all die verschiedenen Wirkstoffe sich gegenseitig unterstützen, wodurch sie ihr volles Potential entfalten können. Wichtig anzumerken ist aber auch hier, dass die Nanotechnologie noch relativ jung und somit nicht ausreichend erforscht ist. Aber dazu später mehr.

Die Geschichte von Nanotechnologie

Der Begriff Nanotechnologie leitet sich aus dem altgriechischen Wort “nanos” ab, was übersetzt so viel wie “Zwerg” bedeutet. Das daraus zusammengesetzte Wort Nanotechnologie ist zwar Gegenstand des 20. Jahrhunderts, hat aber eigentlich viel ältere Wurzeln. Unwissentlich nutzten schon die Römer Metall-Nanopartikel in ihrer Glaskunst und erzielten damit tolle Farbeffekte für Gläser und Fenster.

Für die Wissenschaft wurde die Nanotechnologie erst im Jahr 1959 interessant. Ein amerikanischer Physiker und späterer Nobelpreisträger stellte in diesem Jahr erstmals die mögliche Beeinflussung von Molekülen in der Größenordnung von Atomen vor - damals noch ohne einen Oberbegriff für diese Theorie. Im Jahr 1974 wurde der Begriff der Nanotechnologie dann das erste Mal von dem japanischen Professor Norio Taniguchi verwendet. Das Interesse der Forschung war geweckt und mündete 1981 in der Entwicklung eines innovativen Rastertunnelmikroskops, mit dem erstmals Atome sichtbar gemacht werden konnten. In den 1990er Jahren wurden dank dieser Erfindung dann zum ersten Mal komplexe Maschinen und Materialien aus einzelnen Atomen geschaffen. Das Fundament für die heutigen Erkenntnisse wurde also schon vor Jahrzehnten geschaffen.

Gut zu wissen über Nanotechnologie

Nanotechnologien haben unserer Gesellschaft bereits zu bahnbrechenden Innovationen verholfen - und das ist erst der Anfang. Nichtsdestotrotz sind potentielle Risiken, die von Nanoteilchen ausgehen könnten, noch nicht vollends geklärt. Die Teilchen sind nämlich so winzig, dass sie über die Atmung in den Körper und somit in die Blutlaufbahn gelangen können. Dort können sie in die Körperzellen eindringen und sich letztendlich möglicherweise negativ auf unseren Körper auswirken. Was für Folgen die Nanoteilchen tatsächlich auf uns und auch unsere Umwelt haben können, ist noch unklar. Experten zufolge sei allerdings mit einigen Risiken zu rechnen.